Funktion einer BOSB-Anlage

Was ist eine BOSB-Anlage:

Die BOSB-Einrichtung für den Betrieb ohne ständige Beaufsichtigung (oder neu nach EN 12953-6 Betrieb ohne manuellen (menschlichen) Eingriff) dient der Absicherung von Hochdruckkesseln (Sattdampf, Heißdampf und Heißwasser) und gestattet es, dass der Kesselwärter mit Nebenarbeiten außerhalb des Kesselhauses beschäftigt werden kann. Für den 72-Stunden-Betrieb muss der Kesselwärter nur mehr zum Anfahren bis zur ersten Begrenzerprüfung und dann alle 72 Stunden anwesend sein.

Funktionsweise Begrenzerprüfung:

Bei der Begrenzerprüfung werden der Druckbegrenzer, beide Wassermangelsicherungen, gegebenenfalls die Temperaturbegrenzer und die Feuerungsabschaltung physikalisch geprüft.

Der Druckbegrenzer wird mit einem höheren Stickstoffdruck beaufschlagt und derart zum Ansprechen gebracht.

Stickstoff-Prüfeinrichtung

Bei den Wassermangelsicherungen wird der Wasserstand im Bereich der Elektroden durch Einblasen von Stickstoff echt abgesenkt und so jeder mögliche Fehler bei der Prüfung physikalisch aufgedeckt. Der gesamte Prüfablauf incl. Abschaltung der Feuerung dauert maximal 20 Sekunden und wird zeitlich überwacht.

Am Ende der ersten Begrenzerprüfung nach einem Neustart wird die Abschaltung der Feuerung mitgeprüft. Danach wird die Feuerungsabschaltung bei jeder 10. Begrenzerprüfung geprüft, sofern keine Regelabschaltung stattgefunden hat. Eine Regelabschaltung setzt den Counter wieder auf 10, da die Feuerung ja abgeschaltet hat.

Die Konzeption des Stickstoffprüfsystems ist nach wie vor in der Einfachheit der Bedienung und im Grad der Sicherheit unerreicht!